Europameisterschaft 2008 - Verband Deutscher Pfeifenraucher e.V.

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Europameisterschaft 2008

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15. Europameisterschaft 2008 in Würselen und 36. Deutsche Meisterschaft im Pfeifelangsamrauchen

Grußwort des Präsidenten des VDP, Kurt Eggemann zur 15. Europameisterschaft und 36. Deutschen Meisterschaft im Pfeife-Langsamrauchen

Liebe Pfeifenraucherinnen, liebe Pfeifenraucher, sehr geehrte Damen und Herren,

der Verband Deutscher Pfeifenraucher VDP und die ihm angeschlossenen Pfeifenraucher-Clubs, freuen sich sehr darüber, mit dem Rauchclub Würselen-Haal, dem ältesten Rauchclub der Welt von 1876, die Freunde zu haben, welche ein europaweit so begehrtes wie anspruchsvolles Pfeifen-Raucher-Event sehr gerne und engagiert in Würselen ausrichten wollten. Diesem Wunsch hatte der CIPC-Vorstand mit den beisitzenden Ländervertretern schon 2004 in Kopenhagen entsprochen.

Nun findet nach 1978 und 1988 zum dritten Male die Europameisterschaft im Pfeife-Langsamrauchen in Deutschland statt. In den damaligen Zeiten war noch niemand im World Wide Web vertreten und die Planungen der Veranstalter waren bestimmt eine mühevolle Aufgabe, heute würde so etwas gar nicht mehr funktionieren und so ist es auch heute, dank den neuen Informationstechniken, dem ältesten Rauchclub der Welt von 1876 möglich, allen Anfragen Europa - ja sogar weltweit- ausführliche Auskunft zu dieser Europameisterschaft zu erteilen und trotzdem in Ruhe eine gute Pfeife zu qualmen. Das Interesse vieler Pfeifenraucher und Pfeifenraucherinnen aus aller Welt am Wettkampfrauchen und der Pfeifen-Ausstellung war/ist beeindruckend.

Der Verband Deutscher Pfeifenraucher wünscht dem Rauchclub Würselen-Haal, mit seinem Präsidenten Arnold Milcher an der Spitze, seinen Vorstandskollegen, Clubmitgliedern, Gönnern und Freunden einen sehr guten und friedlichen Verlauf dieser Wettkampfveranstaltung und allen Teilnehmern, Teilnehmerinnen und den neuen Champignons schon jetzt, ein „ GUT RAUCH“.

„In Freundschaft einen sehr guten Tabak aus einer sehr guten Tabak-Pfeife zu rauchen“.

Kurt Eggemann
Präsident VDP
Verband Deutscher Pfeifenraucher e.V.

Würselen - ein erfahrener Veranstalter hatte alles im Griff

Insgesamt 321 Teilnehmer hatten sich für die Europameisterschaft angemeldet. Weitere 40 Teilnehmer rauchten nur bei der zeitgleich ausgerichteten Deutschen Meisterschaft. Der älteste Rauchclub der Welt, der Rauchclub Haal von 1876, der schon zahlreiche nationale Wettbewerbe organisiert hatte, war am 5. Oktober Gastgeber der 15. Europameisterschaft im Pfeifelangzeitrauchen. So war es nicht überraschend, dass die Organisation dieser Veranstaltung den hohen Ansprüchen an eine internationale Meisterschaft gerecht wurde.

Bereits am Vorabend hatte der Rauchclub Haal zum traditionellen Galadinner geladen. Bei gutem Essen und guten Getränken wurde so manche Pfeife genossen und internationale Kontakte gepflegt. Dazu spielte eine Band zum Tanz auf.
   

Mit Tabakspflanzen und getrockneten Tabakblättern war der Festsaal passend zum Anlass geschmückt worden. Kurt Eggemann, Präsident des VDP, hatte die Gelegenheit, einen besonders tiefen Zug aus der Pfeife zu nehmen.
   

Pipeshow am 04. und 05.10. im Rahmen der Europameisterschaft

Zahlreiche in- und ausländische Aussteller, darunter auch namhafte Pfeifenmacher, präsentierten den Teilnehmern und Besuchern alles rund um das Thema Rauchen, wobei natürlich der Genuss der Pfeife im Vordergrund stand.

Die Auswahl war riesig und so mancher Pfeifenfreund verlor erst sein Herz und dann sein Geld an einem der zahlreichen Ausstellungsstände. Von der günstigen Einsteigerpfeife bis in zur mehrere tausend Euro teuren Designerpfeife reichte das Spektrum. Eine derartig große Auswahl sucht man sonst lange. Vom Kantel für den Hobbypfeifenmacher über Tabake, Filtersysteme bis hin zu Humidoren und Pfeifenschränken erstreckte sich das Angebot. Und das rege Interesse zeigte auch: Trotz immer zahlreich werdender Rauchverbote in Deutschland und dem europäischen Ausland bleibt der Pfeifenraucher ein Genießer und damit seiner Passion treu. Zeitweilig herrschte ein dichtes Gedränge an den Tischen mit den begehrten Schönheiten (hier sind ausnahmsweise einmal die Pfeifen und nicht die Damen gemeint).

Die Firma Pfeifen Heinrichs aus Köln, die gerade erst ihr 100-jähriges Bestehen feiern konnte, hatte aufgrund weit reichender Kontakte in der Szene erheblichen Anteil am Gelingen der Pipeshow.

Natürlich war auch der ausrichtende Verein "Rauchclub Haal von 1876" mit einem eigenen Stand vertreten, an dem Erinnerungsstücke an diese nicht alltägliche Veranstaltung angeboten wurden.   
  

Europameisterschaft mit überraschendem Ausgang

Insgesamt 320 Teilnehmer kamen in die Wertung der 15.EM in Würselen. Diese waren aus 17 Ländern angereist, um sich im fairen Wettkampf zu messen. Die meisten Teilnehmer kamen erwartungsgemäß aus Deutschland. Sehr stark vertreten waren auch die Nachbarländer Belgien und Niederlande. Selbst aus Ungarn, im nächsten Jahr Ausrichter des Worldcups, waren 30 Teilnehmer angereist.

Als Schirmherr der Europameisterschaft hatte sich kein geringerer als der Europaparlamentarier Martin Schulz zur Verfügung gestellt. Gewandt begrüßte er die Teilnehmer in drei Sprachen. Die Pfeifenraucher nahmen es positiv auf, dass es noch Politiker mit Rückgrat gibt die sich, in diesen für Raucher eher schwierigen Zeiten, nicht beirren lassen.  Daneben richteten auch der Präsident des Weltverbandes (CIPC) Geert A.M. Derkse, der Präsident des Verbandes Deutscher Pfeifenraucher (VDP), Kurt Eggemann sowie natürlich der gastgebende Verein Grußworte an die Wettstreiter.   

Geraucht wurde der bereits mehrfach wettkampfmäßig bewährte Tabak Thomas Radford Sunday's Fantasy aus dem Hause Pöschl. Die edlen Wettkampfpfeifen stammten aus dem Hause Aldo Morelli. Nachdem die Pfeifen sorgfältig gestopft waren, hier kann man die unterschiedlichsten Stopftechniken bei den Teilnehmern beobachten,  wurde der Wettkampf gestartet. Innerhalb kürzester Zeit stiegen Rauchschwaden zur Decke empor. Die Stille im Saal – neben den 320 EM-Teilnehmern waren noch 40 weitere Raucher gestartet, die nur für die Deutsche Meisterschaft an den Start gegangen waren – wurde nur unterbrochen durch das Klackern der Holzstopfer auf dem Tisch, um die Asche aus der Pfeife zu befördern. Bereits kurz nach dem Start schieden die ersten enttäuschten Teilnehmer aus, die mit höheren Erwartungen gestartet waren. Aber um erfolgreich zu sein, benötigt man neben einer ausgefeilten Technik eben auch das berühmte Quäntchen Glück. Nach einer Stunde Rauchzeit waren immerhin noch118 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Wettbewerb. Nach 90 Minuten hatte sich der Zahl der verbleibenden Raucher auf 55 halbiert. Nach 120 Minuten kristallisierte sich das kleine Feld der Titelaspiranten heraus. Immer noch 16 Teilnehmer hielten die Glut in ihren Pfeifen behutsam unter Kontrolle. Die beste Dame im Wettkampf, Anna Borselinni aus Italien, war kurz zuvor mit 1:56:30 ausgeschieden. Nach 2 ½ Stunden verblieben schließlich noch sechs Wettbewerber. Wer jetzt mit einem baldigen Ende des Wettkampfes gerechnet hatte, musste sich noch ein wenig gedulden. Zwar schied der vorletzte Teilnehmer  Rudi Kirbo aus Dänemark nach beachtlichen 3:02:02 aus. Dennoch spannte der nun schon feststehende Sieger, Gianfranco Ruscalla aus Italien und Partner der besten Dame im Wettbewerb, die Zuschauer noch auf die Folter. Nach 3:18 stellte er den eigenen Weltrekord ein und rauchte und rauchte. Unfassbar für die Zuschauer, mit welcher Konzentration er die Glut in seiner Pfeife ganze 3 Stunden, 33 Minuten und 6 Sekunden am Leben erhielt. Tosender Beifall brandete dem alten und neuen Europameister und Weltrekordhalter entgegen. Damit hatte auch der Veranstalter nicht gerechnet: Neuer Weltrekord in Würselen!

Dritter im Wettbewerb wurde der Ungar Peter Balint mit 2:50:24. Auch die nächsten zwei Ränge gingen an ungarische Teilnehmer. Den Mannschaftstitelerreichte das dänische Team mit einer Zeit von 8:02:58. Trotz des überragenden Weltrekordes schaffte die italienische Mannschaft nur den zweiten Platz mit 7:33:14. Das ungarische Team belegte den dritten von insgesamt 16 Platzierungen in der Nationenwertung. Das deutsche Team mit Uli Schäfer, der Deutscher Meister 2008 wurde, Heinrich Berschneider, Robert Buck, Ewald Beckmann und Alfons Rosenbaum belegte Platz 10.



 
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